Soziale Lage

Solange Alexandra hungert,
kann Sandton nicht schlafen.*

Viele der schwarzen und farbigen Menschen (= ca. 90 % der Bevölkerung), die 1990 von der Apartheid befreit wurden, leben in Armut. Ihre Schulbildung reicht oft nicht aus, um (gute) Arbeit zu finden und den sozialen Aufstieg zu schaffen. Zahlreiche Programme der Regierung wie die zur Verbesserung der Trinkwasser- und Stromversorgung, Eigenheim- oder Gleichstellungsprogramme verlaufen eher schleppend. Dazu kommen die verheerenden Folgen der Aids-Epidemie.

Die Arbeitslosenrate Südafrikas ist eine der höchsten der Welt. Sie betrifft in erster Linie die ländliche, die junge und die schwarze Bevölkerung, auch wenn es Weiße gibt, die unter den veränderten politischen Bedingungen keine Arbeit finden und aus Südafrika abwandern. Frauen sind von der Arbeitslosigkeit stärker betroffen als Männer. Dies kann nicht allein durch schlechtere Startchancen erklärt werden, sondern ist auch die Folge von immer noch herrschender Diskriminierung und Ungerechtigkeit.

Staatspräsident Thabo Mbeki wird häufig kritisiert, auf die wirklich drängenden Probleme wie Aids, Korruption und Kriminalität zu wenig einzugehen. Er selbst hat als Ziel erklärt, bis 2014 die Armut in Südafrika zu halbieren.

* Letzter Satz einer im März 06 ausgestrahlten Arte-Doku über Johannesburg. „ Alexandra" ist eine der ärmsten schwarzen Gegenden der Stadt, während „Sandton" als Zentrum der Finanzbranche zu den luxuriösen Vierteln der weißen Bevölkerung zählt.

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