Politische Lage

Hoffnung ist der Pfeiler der Welt.
(Südafrikanisches Sprichwort)

Offiziell ist Südafrika seit 1961 Republik, doch die ersten demokratischen Wahlen fanden erst nach dem Ende der jahrzehntelangen Apartheid (= Rassentrennung) im April 1994 statt. Erster schwarzer Präsident wurde Nelson Mandela, der 1990 nach 27 Jahren politischer Haft aus dem Gefängnis entlassen worden war. Seither wird die südafrikanische Politik am stärksten von der ehemaligen Anti- Apartheidsbewegung ANC (African National Congress) beeinflusst, die noch die breite Zustimmung der Bevölkerung erhält, auch wenn längst nicht alle politischen Versprechen gehalten wurden und viele vom „besseren Leben" noch wenig bis gar nichts spüren. Doch gemessen an den gewalttätigen Auseinandersetzungen gerade in der Endphase der Apartheid verlief der Übergang in die demokratische Ordnung relativ friedlich, nicht zuletzt aufgrund der Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission unter dem Vorsitz des Bischof Desmond Tutu.

Unter Mandelas Nachfolger Thabo Mbeki erlebte die Republik „am Kap der guten Hoffnung" wirtschaftlich einen gewaltigen Aufschwung. Wer profitiert davon? Gute Frage. Im Rahmen der modernen Demokratie hat sich die Rassengesellschaft wohl in eine Klassengesellschaft verwandelt. So gesehen liegt der Schatten der Apartheid immer noch über dem neuen Südafrika.

 

Apartheid Museum Johannesburg (Englisch): www.apartheidmuseum.org

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