Metropole Johannesburg

Viele Menschen in Johannesburg haben Angst. Trotz seines erstaunlichen Wirtschaftswachstums ist Südafrika immer noch ein Land unglaublicher Ungleichheit. Die vermögendsten 10 Prozent der Bevölkerung genießen ein Konsumniveau, das siebzigfach höher ist als das der ärmsten 10 Prozent.* Deutlicher als in Johannesburg (Jo'burg) zeigt sich dieser „gap“ wohl nirgendwo.

Die schillernde 3,2 Millionen Metropole ist zwar nicht – wie viele Leute meinen – die Hauptstadt Südafrikas, aber sie ist Handels- und Finanzzentrum und die größte und reichste Stadt des Landes. Und die gefährlichste der Welt, hört man immer wieder.

Allerdings sind Gewaltverbrechen viel häufiger als in den geschützten Wohngegenden der Weißen in den verarmten Vororten anzutreffen, die von Schwarzen und Farbigen bewohnt werden. Hier leben die Menschen in sogenannten „shacks“, ohne direkten Zugang zu Wasser- oder Stromversorgung, hier stranden die landflüchtigen Zuwanderer in der vergeblichen Hoffnung Arbeit zu finden.

* Quelle: Friedrich Ebert Stiftung, Fokus Südafrika 01/2006

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