Die Initiatorinnen

Ubarela wurde 2006 gemeinsam von Adelgund Brunthaler-Jackson und Susanne Kellner gegründet.
Seit 2011 arbeitet Susanne Kellner als Obfrau des Vereins mit einem neuen Team.

MMag. Susanne Kellner

in Deutschland geboren, AHS-Lehrerin und Psychologin, seit 1979 in Wien
seit 2000 mit ihrem Partner Mag. Franz Kellner verheiratet
2003 bei ihrer ersten Adoption erster Kontakt mit TLC
2003 durch „Adoptionsgemeinschaft" Gundi kennen gelernt
2004 Entscheidung zu einer zweiten Adoption
2006 gemeinsam mit Adelgund Brunthaler-Jackson Gründung von Ubarela

Mehr aus Susannes Feder ...

In Deutschland geboren, lebe ich seit 1979 in Wien und bin seit 2000 mit meinem Mann Franz Kellner verheiratet. Ich unterrichte seit langem an einem Gymnasium  und habe nebenbei das Psychologiestudium abgeschlossen. Franz ist als Rechtsanwalt tätig. Wir leben in einer gemütlichen Wohnung im 2. Wiener Gemeindebezirk und genießen das Leben in der Stadt mit all seinen kulturellen Möglichkeiten und die Nähe zu viel Grün, sind beide recht sportlich und reisen gerne.

Durch die Adoption unserer beiden Töchter, inzwischen 14 und 15 Jahre alt, hat sich unser Wunsch nach einer Familie wunderbar erfüllt und wir freuen uns daran, sie beim Heranwachsen, Lernen und Entdecken der Welt begleiten zu dürfen.

Ich habe viele Menschen kennen gelernt, die ähnliche Geschichten haben und fühle mich der „Adoptionsgemeinschaft“ und vor allem den Kinderheimen in Südafrika sehr verbunden.

Durch unsere „Adoptionsreisen“ und auch einen späteren Urlaub in diesem so unglaublich schönen Land habe ich die Notlage vieler Kinder und das Elend in manchen Teilen Johannesburgs und in den Townships von Port Elizabeth und Kapstadt gesehen, genauso wie den großen Reichtum und Luxus in den wohlhabenden Vierteln.

Für mich sind viele Fakten und Zahlen nun mit Bildern verbunden. Ich habe eine Frau getroffen, die dort ein Projekt in die Wege geleitet hat, das meine volle Bewunderung hat: Thea Jarvis vom Kinderheim TLC braucht unsere Unterstützung und Hilfe, denn die Bedingungen und das Umfeld vor Ort sind alles andere als einfach.

Susannes persönliche Adoptionsgeschichte

Der Anfang

Ich bin seit August 2003 bzw. 2004 glückliche Adoptivmutter von zwei wundervollen Mädchen aus Johannesburg.

Mein Mann und ich haben längere Zeit über eine Adoption nachgedacht und versucht, einen für uns passenden Zugang zu finden. Zunächst waren wir durch die Fülle an Informationen etwas ratlos, aber wir haben uns sehr bald für den Weg einer Auslandsadoption entschieden.

Durch den Kontakt zu einem in Wien ansässigen Verein – „family for you" – bewarben wir uns um eine Adoption in Südafrika. In der Vorbereitung zur Adoption lernten wir Gundi und ihren Mann kennen.

 

Die Hinreise

Als dann der Anruf kam, dass wir unsere erste Tochter adoptieren können, war ich gerade auf Besuch in Deutschland. Die Aufregung war groß, als ich bei meiner Freundin das Bildchen von der Kleinen auf dem PC zum ersten Mal sah, ein süßes kleines Mädchen mit riesigen Augen schaute uns an!

Von da an war alles auf die Reise nach Johannesburg ausgerichtet und auch ein letzter Kurzurlaub zu zweit lenkte uns nur wenig ab.

Endlich am Flughafen!

Nach einem langen Nachtflug kamen wir ziemlich geschafft im Hotel an, und schon bald kontaktierte uns die Sozialarbeiterin vor Ort, die die Adoption auch vor Gericht abwickeln sollte.

Wir fuhren am nächsten Tag hinaus zum Kinderheim TLC – über die Autobahn, dann über kleine Straßen, zuletzt über eine holprige unbefestigte Straße, die direkt zum Kinderheim führt.

Am Weg viele Menschen, die dort eine sehr bescheidene Unterkunft gebaut hatten, viele lagen schlafend am Wegesrand ...

 

Unsere Tochter

Wir wurden im TLC sehr freundlich empfangen und ins Büro geschickt. Und plötzlich erschien Thea Jarvis, fragte uns, ob wir „unser Baby“ schon gesehen hätten. Sie eilte sofort weg und kam mit einem kleinen weißen Bündel zurück: unser Töchterchen, 7 Monate alt, in einen weißen Häkelschal gehüllt, und legte sie in meine Arme.

Ich konnte es kaum glauben!

Dann durften wir einige Stunden mit ihr im Spielzimmer des Heims verbringen und sie zum ersten Mal füttern. Ein wundervoller Moment!

Wir brachten sie dann in ihr Bettchen und wurden zurück zum Hotel gebracht. Ein großes Dankeschön an Thea und die sooo netten Volunteers!

Am nächsten Tag haben wir sie dann abgeholt, es ging sehr rasch. Schon am darauf folgenden Tag fand der Gerichtstermin statt und wir waren nun offiziell eine Familie!

Nach einer weiteren Woche und dem Warten auf das Visum für die Kleine flogen wir zurück nach Wien – vor uns ein „baby cot“ mit dem schlafenden Baby, und wir lauschten die halbe Nacht, ob es ihr auch gut ging. Sie schlief tief und fest 8 Stunden lang.

 

Eine kleine Schwester

Damals ahnten wir noch nicht, dass wir dieselbe Reise noch einmal antreten würden, um eine kleine Schwester abzuholen.

An eine zweite Adoption hatten wir vorher nicht gedacht – irgendwann überlegten sich auch Freunde, wie es wäre, ein Geschwisterkind zu adoptieren

Diesmal ging es ganz rasch: Nur wenige Monate nach Einreichen des Dossiers waren wir wieder nach Johannesburg unterwegs, diesmal mit einem kleinen
22-monatigen Mädchen, das sich nicht recht vorstellen konnte, eine Schwester zu bekommen.

Diesmal wurde uns ein Kind aus einem anderen Kinderheim, dem „Impilo Place of Safety", vermittelt. Dies ist ein kleines Heim, das von Sozialarbeiterinnen selbst gegründet wurde. Es bietet derzeit Platz für acht Babys und soll in naher Zukunft erweitert werden. Das „Impilo" erhält staatliche Unterstützung und wird von „family for you" offiziell unterstützt.

 

Geschwister

Die erste Begegnung war sehr rührend, ein dünnes kleines Baby lag da auf der Couch. Als ich es sah, dachte ich: „Das kann sie nicht sein ..." Wir hatten sie uns größer vorgestellt. Als ihre Nanny mein fragendes Gesicht sah, meinte sie grinsend: „It's not her!" Ich war fast überzeugt, dass es wirklich nicht Keni sein könnte, da lachte sie laut und sagte: „It's her!"

Unglaublich, so eine Kleine!

Wir waren sehr gerührt und nahmen Kenelwe auf den Arm. Anele schaute sehr misstrauisch.

Erst im Hotel schien sie sich mit der neuen Situation ein wenig anzufreunden, nahm das Baby in den Arm und meinte: „Na gut!“

So einfach war es dann nicht, die Eifersucht war groß und wir waren alle emotional ziemlich gefordert.

 

Wir sind eine Familie

Inzwischen lieben sich die beiden sehr, streiten sich wie alle anderen Geschwister auch und sind doch meist froh, einander zu haben.

Während des zweiten Aufenthalts in Johannesburg konnten wir ein wenig von der Stadt sehen und verbrachten ein erholsames Wochenende außerhalb der Stadt.

Dort ließen wir die Anspannung der vergangenen Woche für zwei Tage hinter uns, hatten Gelegenheit in einem Pool zu baden, aus dem Zebras Wasser tranken, den Giraffen zuzuschauen und uns zu freuen, dass nun auch Keni bei uns war.

Franz ist ein sehr stolzer Vater!

Anschließend machten wir noch eine Tour durch Soweto, wo wir mit der anderen Wirklichkeit Südafrikas konfrontiert wurden, auf die wohl niemand wirklich vorbereitet sein kann.

Die Gegensätze zwischen arm und reich sind in dieser Stadt extrem und fast unerträglich. Der vom Fremdenführer gespielte Optimismus, dass Schwarz und Weiß nun einen gemeinsamen Weg gefunden hätten, wollte sich angesichts des Elends in den illegalen Siedlungen nicht recht übertragen.

Aber es war auch gut, Nelson Mandelas ehemaliges Haus, heute ein Museum, zu besuchen und ein wenig vom Anfang der Veränderungen in diesem faszinierenden Land zu erspüren.

Unsere Kinder zu adoptieren war eine der beglückendsten Erfahrungen, die mein Mann und ich gemacht haben, und ich erlebe ihre Stärke und Lebendigkeit als unglaublich bereichernd und erfüllend.

Das Erlebnis der Vorbereitung, das Warten auf ein Kind, letztlich die Reise nach Südafrika waren unvergessliche Erlebnisse. Wir waren gefangen von den Eindrücken, der Aufregung und dem Eintauchen in eine ganz andere Welt.

Das Projekt „TLC" von Thea Jarvis ist äußerst bemerkenswert! Das Kinderheim wird wunderbar geführt und ist von dem Herz einer starken Frau, ihrer Familie und der Kraft und Zuversicht ihres Teams an jungen freiwilligen Helfern aus der ganzen Welt erfüllt. Als Besucher erlebt man eine gelassene und warme Atmosphäre, alle sollen sich so gut wie nur möglich fühlen.

 

Ich hoffe, dass wir mit „Ubarela“ auch vieles zum Gelingen dieses großartigen Projektes beitragen können.

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