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| In den ländlichen Regionen Südafrikas blüht vor allem ein Geschäft, nämlich jenes mit dem Tod. Woche für Woche werden Hunderte Aidsopfer begraben. Aids ist derzeit das größte gesellschaftliche und wirtschaftliche Problem, mit dem Südafrika zu kämpfen hat. Laut einer regierungsunabhängigen Studie (Medical Research Council) tragen 5,6 Millionen SüdafrikanerInnen den Virus in sich. |
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| Nach Angaben von UN-Aids ist sexuelle Gewalt einer der Hauptgründe für die hohe Rate, Vergewaltigungen sind gängige Praxis. Selbst wenn sie sich der Gefahr einer Infektion bewusst sind, haben die Frauen kaum die Chance „Safer Sex“, d.h. Präventionsstrategien wie Monogamie, sexuelle Abstinenz oder den Gebrauch von Kondomen durchzusetzen. Armut, Unwissenheit, Langeweile und Alkohol begünstigen Gewaltbereitschaft und Gleichgültigkeit. |
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| Meist vergessene Opfer der Aids-Epidemie sind die Kinder. Die Situation ist verheerend. Viele Babys kommen zu früh auf die Welt, da ihre Mütter HIV-positiv sind und ihr Körper durch die Krankheit und Schwangerschaft überfordert sind. Viele Mütter sterben bei der Geburt. Andere lassen die Säuglinge in den Spitälern zurück oder setzen sie irgendwo aus, weil sie in ihrer Verzweiflung keine andere Lösung finden. Medikamente erreichen nur wenige der Infizierten, da viele sie sich nicht leisten können und auch nicht krankenversichert sind. Eine ganze Generation stirbt und fehlt im gesellschaftlichen Versorgungsgefüge. |
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